Von:
Martin Weber

e-young.de

„Ich möchte gerne eine kleine Weltverbesserin werden“, schreibt „Maikäfer“ in ihrem youngspiriX-Portrait. Sie will hoch hinaus - die ungestüme Jugend - begieriger Tatendrang und leidenschaftliche Begeisterung. Neue Räume erkunden neue Medien besetzen, bei youngspirix, der Internetplattform der Evangelischen Jugend ist das auch möglich. Hier können sich Jugendliche selber ausprobieren und Inhalte aktiv mitbestimmen. Sie können über ihre Themen schreiben und mit anderen darüber heiße Diskussionen führen. Mit einem Portrait zeigen sie sich von ihrer „besten (nämlich der eigenen) Seite“ oder sie schreiben in einem Internet-Tagebuch (Blog) über das was ihnen gerade wichtig ist.

Jugendliche von heute wachsen zwar nicht online auf, aber sie wachsen selbstverständlich mit dem Internet auf, gehen routiniert damit um und fragen erst einmal nicht, ob das alles pädagogisch wertvoll ist, was sie da online so alles unternehmen. Sie suchen im Internet vor allem Spaß, Informationen und Freunde. Sie tauschen sich mit unterschiedlichsten Menschen in Diskussionsforen, in Chaträumen oder per E-Mail aus und nutzen souverän die gesamte Palette der Kommunikations- und Interaktionsangebote, die im Netz zu finden sind.

Intuitiv versuchen sie, die Möglichkeiten, die sich ihnen bieten, für sich und ihre Bedürfnisse zu nutzen. Sie benutzen eine Sprache, die von der Generation vor ihnen kaum verstanden wird, legen sich nicht nur eine sondern gleich mehrere virtuelle Identitäten zu und sind bestimmt auch in manchen Situationen etwas naiv und unbesorgt in den Weiten des Webzwonull unterwegs.

Eigentlich suchen Jugendliche im Internet nur nach dem, was sie auch im „richtigen„ Leben suchen, etwa in der Schule, bei Freundinnen und Freunden oder in der Jugendgruppe. Allerdings können sie sich im Netz auf ganz andere Weise ausprobieren. Anonymität ist hier das Zauberwort. Wenn sich Jugendliche eine virtuelle Identität zulegen, können sie viel offener und ungezwungener über ihre Vorlieben, Probleme, Stärken oder Abgründe erzählen, als sie es mit einem realen Gegenüber könnten. Gruppenzugehörigkeit wird über Interessen und Vorlieben bestimmt, nicht durch Zugehörigkeit zu einer sozialen Schicht mit entsprechenden Ausstattungsmerkmalen, wie etwa der teuren Designerjeans oder den angesagten Turnschuhen. Körperliche Attraktivität und Körpersprache treten in den Hintergrund und müssen durch sprachliche Mittel ersetzt werden. „Ich bin medial präsent, also bin ich.“

„kate89“ schreibt bei youngspiriX über sich: „bin interessiert an neuen Aktionen, spiele gerne Fußball und liebe über alles Musik“. „Lightkeeper1985“ wünscht sich: „dass Jesus mir meinen Weg fürs Leben zeigt und ein glückliches erfülltes Leben“. Ganz anders wieder „rananarmo“, der von sich preisgibt, er „schreibe gerne Horrorromane, betreibe eine Zivi-Plattform im Internet“. Sie haben „Bernd das Brot gegessen“, wie „laasminute“ oder können auch schon mal „ganz schön zickig werden“, wie „KleeneZippe“ glaubhaft versichert. Sie sind „begeistert von Jesus“ und freuen sich, „auf dieser wunderbaren Welt zu leben“. Bei youngspiriX soll diese Vielfalt Programm sein. Selbstbestimmt. Selbstbewusst. Immer.